(Digitalisierte) Arbeit in Industrie 4.0 - Aktueller Umsetzungsstand im Saarland und Themenrelevanz für Betriebliche Interessenvertretungen

abgeschlossen 12/2016

Kurzbeschreibung

Ziel der arbeitssoziologischen Studie ist eine regionale Bestandsaufnahme zum aktuellen Umsetzungsstand, zum Planungsstand und zur thematischen Relevanz von „Industrie 4.0“ in saarländischen Industrieunternehmen.
Der (Meta-)Begriff „Industrie 4.0“ steht im Kern für eine hochflexible, automatisierte Fertigung durch intelligente Vernetzung von virtueller Welt (Internet der Dinge, Big Data) und physischen Prozessen in Form von Cyber-Physischen Systemen (CPS). Neben der digitalen Vernetzung gehören bspw. Machine to Maschine-Interaktion (M2M) und adaptive Robotersysteme, die direkt am Arbeitsplatz mit dem Menschen interagieren, zu den zentralen Bausteinen der Smart Factory.

Weitgehend unstrittig ist, dass „Industrie 4.0“ zu einem neuen Niveau der Fertigungsautomatisierung beitragen und damit auch die Produktionsarbeit in der Zukunft grundlegend verändern wird. Aus arbeitssoziologischer Perspektive werden in der empirischen Studie vor allem folgende Fragestellungen aufgegriffen:

  • Wie verändern sich Arbeitsinhalte, Arbeitsanforderungen und Arbeitsbedingungen?
  • Wie beeinflusst der Technikwandel die Arbeitsorganisation, die Arbeits- und Leistungspolitik?
  • Welche Verschiebungen in der Qualifikations- und Beschäftigtenstruktur sind zu erwarten?
  • Entstehen neue Qualifikationsanforderungen und Qualifizierungsbedarfe?
  • Welche Chancen und Risiken birgt Industrie 4.0 für die Beschäftigten?
  • Wie fundiert ist der Informations- und Kenntnisstand der Betrieblichen Interessenvertretung?
  • Welche Beteiligungs- und (Mit-)Gestaltungsmöglichkeiten sehen Betriebsräte und inwieweit werden sie bereits genutzt?

Im Rahmen der explorativen Studie werden empirische Kurzfallstudien in saarländischen Industrieunternehmen durchgeführt sowie Expertengespräche. Ins besondere auch für diejenigen Menschen, die aufgrund fortgeschrittenen Alters oder eingeschränkter Mobilität Unterstützung im ÖPNV brauchen.