"Mobil bis ins hohe Alter - Barrierefreie Mobilität durch technisch unterstützte Assistenzsysteme und Dienstleistungen im saarländischen ÖPNV"

abgeschlossen 10/2014

Kurzbeschreibung

Im Gestaltungsprojekt MOBIA – „Mobil bis ins hohe Alter – Barrierefreie Mobilität durch technisch unterstützte Assistenzsysteme und Dienstleistungen im saarländischen ÖPNV“ – standen die Mobilitätsbedürfnisse älterer Menschen im Vordergrund. Ihre Alltagserfahrung, bezogen auf kognitive, emotionale oder infrastrukturelle Mobilitätsbarrieren, bildeten den Ausgangspunkt der integrativen Entwicklung von Technologie und Dienstleistungen.

Mobilitätsbeschränkungen oder -hemmnisse können durch nutzerfreundliche Dienstleistungs-Technologie-Kombinationen überwunden werden. Dazu sollten spezifische personenbezogene Dienstleistungen in Form von Mobilitätsbegleitern und technischen Assistenzsystemen, ausgestattet mit einem benutzerzentrierten Design, beitragen. Nahtlose Mobilitätsketten vom Ausgangspunkt zum Zielort im Kontext bestehender Infrastrukturen des öffentlichen Nahverkehrs lassen eine bessere aktive Teilhabe älterer Menschen am gesellschaftlichen Leben möglich werden. Das Ziel des Verbundvorhabens bestand demnach darin, bereits erprobte und bewährte Technikoptionen, Dienstleistungen und Managementmodelle zu einem Gesamtkonzept zusammenzufügen, dessen Funktionsfähigkeit unter den Alltagsbedingungen älterer Menschen zu erproben. Dadurch lassen sich Vorschläge entwickeln, die sowohl den Bedürfnissen älterer Menschen als auch den Erfordernissen des ÖPNV entsprechen.

Außerdem verfolgte das Projekt neben der Erprobung einer attraktiven und wirkungsvollen „Mobilen technikunterstützten Dienstleistungs-Struktur“ weitere Teilziele wie die Untersuchung der Interoperabilität assistierender Technologien, die Entwicklung geeigneter Geschäftsmodelle, den Abbau bestehender Mobilitätsbarrieren sowie die Umsetzung einer effektiven Kommunikationsstrategie.

Wesentlich für die Akzeptanz von neuen Dienstleistungs-Technologie-Kombinationen bei älteren Menschen ist eine erfolgreiche Umsetzung in Alltagssituationen. Geschulte Mobilitätsbegleiter oder -helfer standen zur Verfügung, um mittels des ÖPNV den Weg von zu Hause zum gewünschten Ziel zu organisieren. Mittels des Modellprojekts Bürgerarbeit, finanziert von der Bundesagentur für Arbeit, erhielten langzeitarbeitslose Menschen eine Chance für den ersten Arbeitsmarkt. Im Rahmen des Projekts MOBIA halfen sie älteren Menschen, etwaige schwierige Übergänge zu überwinden, ein qualitativ hochwertiges Schnittstellenmanagement im Sinne einer nahtlosen Mobilitätskette zu gewährleisten und vorhandene Ängste gegenüber der Technik zu minimieren.

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Projektlaufzeit:

abgeschlossen (01.11.2011 – 31.10.2014)  

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Projektleitung:

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Projektmitarbeiter*innen:

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Veröffentlichungen:

  • Rekrut, M.; Alexandersson, J.; Tröger, J.; Schwarz, K.; Bieber, D. (2015): User-Centered-Design im Projekt Mobia zur Förderung der Mobilität im Alter durch ein technikunterstütztes Dienstleistungsmodell, 8. AAL-Kongress 2015 in Frankfurt.
  • Schwarz, K.; Bieber, D.; Rekrut, M.; Alexandersson, J.; Becker, L.; Kirchhoff, I. (2015): Evaluation eines Dienstleistungsmodells zur Unterstützung mobilitätseingeschränkter Menschen im ÖPNV im Langzeittest, 8. AAL-Kongress 2015 in Frankfurt.
  • Alexandersson, J.; Banz, D.; Bieber, D.; Britz, J.; Rekrut, M.; Schwarz, K.; Spanachi, F.; Thoma, M. and Tröger, J. (2014): Oil in the Machine: Technical Support for a Human-Centred
  • Service System for Public Transport. In: Wichert, R.; Klausing, H. (Eds.): Ambient Assisted Living. 7. AAL-Kongress 2014 in Berlin: Springer.
  • Bieber, D.; Alexandersson, J.; Schwarz, K. (2013): Das Mobia-Projekt: Die Kombination von Dienstleistung und Technologie für den ÖPNV, 6. AAL-Kongress in Berlin. In: BMBF; DFKI; Sozialverband VdK; Fraunhofer-AAL: Lebensqualität im Wandel von Demografie und Technik. 6. AAL-Kongress mit Ausstellung, 22.-23. Januar 2013, Berlin, Tagungsbeiträge. CD-Rom: VDE Verlag.
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Weitere Informationen: