Technologisierung der Pflegearbeit? Bestandsaufnahme und Perspektiven einer neuen Schlüsselbranche

abgeschlossen 03/2015

Kurzbeschreibung

Im Zuge des demografisch bedingten steigenden Pflegebedarfs auf der einen und des prognostizierten bzw. im Bereich der Pflege bereits existierenden Fachkräftemangels auf der anderen Seite wird Technik eine herausragende Rolle zur Abfederung des sich abzeichnenden „Pflegenotstands“ zugeschrieben. Technik soll dabei im besten Falle zugleich die Lebensqualität der Pflegebedürftigen verbessern und die Arbeit der Pflegekräfte erleichtern. Die „Technologisierung der Pflegearbeit“ trifft zudem auf eine Branche, die in den letzten beiden Dekaden einem tief greifenden Strukturwandel und einem hohen Ökonomisierungsdruck ausgesetzt ist. Das Projekt leistet aus der Perspektive der Pflegekräfte, der Einrichtungen wie auch der Technikentwicklung eine Bestandsaufnahme zu den Anforderungen und Grenzen eines sinnvollen Technikeinsatzes. Die Ergebnisse sollen die arbeitspolitischen Akteure unterstützen, um einen eigenen Gestaltungsansatz von Arbeit und Technik in der Pflege zu entwickeln.

Mit den empirischen Erhebungen des Projekts soll folgenden Fragestellungen nachgegangen werden:

  1. Welche Varianten von Technik und welche Verbreitung des Technikeinsatzes sind in der ambulanten und stationären Pflege in der Praxis bedeutsam?
  2. Welche betrieblichen Strategien bestehen für den Einsatz von Technik, wie ist ein solcher Technikeinsatz mit der Arbeitsorganisation verknüpft?
  3. Welche Bedarfe und Nutzererwartungen knüpfen die Beschäftigten an Technikunterstützung im Arbeitsprozess?
  4. Welche Erfahrungen liegen zu den Implementationsprozessen bei der Einführung neuer Techniken und zur Praxis der Nutzerintegration in die Technikentwicklung vor?
  5. Welche Auswirkungen bringt ein verstärkter Technikeinsatz für die Arbeitsanforderungen und den Pflegeprozess mit sich?
  6. Welche Anforderungen stellt die Technologisierung der Pflegearbeit an die Qualifikationen und Kompetenzen der Beschäftigten; welche Perspektiven ergeben sich für eine Aufwertung des Berufsfeldes?
Z

Projektlaufzeit:

abgeschlossen (01.12.2012 – 31.03.2015)  

Z

Projektleitung:

Z

Projektmitarbeiter*innen:

Sabine Kirchen-Peters, Lukas Nock   

Z

Veröffentlichungen:

Z

Weitere Informationen: