Evaluation of the 'Diagnostic Consultation in Nursing Homes through Mobile Geriatric Unit' (DIKOM)
Projektlaufzeit: 01.12.2023 – 30.11.2027Die Anzahl von Pflegeheimbewohnern, die zur Abklärung ihrer Beschwerden in ein Krankenhaus eingewiesen werden, ist hoch, obwohl eine Behandlung im Pflegeheim selbst möglich wäre. Dabei sind gerade Krankenhausaufenthalte für diese vulnerable Personengruppe besonders komplikationsträchtig und kostenintensiv. Um unnötigen Krankenhauseinweisungen entgegenzuwirken, wird im Projekt eine apparative Diagnostik vor Ort mittels einer telemedizinisch vernetzten „Mobilen Geriatrie-Unit“ (MGU)
erprobt. Dies ist ein Fahrzeug mit einer diagnostischen Ausstattung, die sich an jener in einer Notaufnahme orientiert. Die Evaluation des DIKOM-Projekts zielt auf die Frage, ob die konsiliarische apparative Diagnostik, wenn diese direkt am Pflegeheim stattfindet, die Rate von Krankenhausaufnahmen verringert und sich günstig auf die Entwicklung von Pflegebedürftigkeit und von Behandlungs- und Versorgungskosten auswirkt.
Um diese Fragestellung zu beantworten, werden eine gesundheitsökonomische Wirkungsevaluation (durch das Institut für angewandte Versorgungsforschung), eine medizinische Evaluation (durch die Universität des Saarlandes) und eine Prozessevaluation durchgeführt. Das iso-Institut ist im Projekt für die Prozessevaluation verantwortlich. Dabei sollen die Bedingungen, Begleitumstände und Prozesse der Intervention erfasst werden, um Fragen der Wirksamkeit in einem erweiterten Rahmen zu erörtern.
In DIKOM wird mittels teilnehmender Beobachtung, Experteninterviews mit den unterschiedlichen Beteiligten sowie standardisierter Befragung der Leitungskräfte der Pflegeheime untersucht, wann und wie die MGU in einzelnen Pflegeeinrichtungen eingesetzt wird, wie die Kommunikation an den Schnittstellen zu Pflegeeinrichtungen einerseits und Fach- und Hausärzten andererseits gestaltet wird und was damit letztlich (nicht) erreicht werden kann.
Auf dieser Grundlage sollen Empfehlungen formuliert werden, ob und wie diese neue Versorgungsform angepasst und weiterentwickelt werden kann.
Project Duration:
01.12.2023 – 30.11.2027
Grant Authorities:
Konsortialführung
Saarland University (UdS)
Cooperation Partners:
- ctt Caritas-Krankenhaus Lebach
- Universitätsklinikum des Saarlands (UKS)
- Kassenärztliche Vereinigung Saarland
- Universitätsklinikum Aachen AöR
- Klinikum Nürnberg
- Universitätsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz
- Lang Consult GmbH
- Institut für angewandte Versorgungsforschung GmbH (inav)
- MPS Medizinphysik + Strahlenschutz GmbH
- Xcare Gruppe Radiologie, Nuklearmedizin und Strahlentherapie
- Siemens Healthineers AG
Project Homepage:
Project Lead:
Prof. Dr Monika Ludwig








