Virtuelle Arbeitsgestaltung in einer strukturschwachen Region (ViSAAR)

Das Saarland ist sowohl vom Strukturwandel als auch vom demografischen Wandel im deutschlandweiten Vergleich besonders stark betroffen. Zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und der Erhöhung der Attraktivität der Region alsdigitalisierung Wirtschaftsstandort sind innovative und zukunftsfähige Konzepte gefragt. Hierbei stehen insbesondere die Themen Digitalisierung und Virtualisierung der Arbeitswelt im Fokus. Der zukunftsorientierte Strukturwandel erfordert transferfähige Lösungen. Hierzu müssen menschzentrierte statt rein technikzentrierter Szenarien für betriebsindividuelle Anwendungsfälle entwickelt und auf ihre Anwendbarkeit erprobt werden.

Ziel des Forschungsprojekts ViSAAR ist es, kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) in strukturschwachen Regionen des Saarlandes durch innovative organisatorische und digitale Lösungen im Bereich des ortsunabhängigen Arbeitens zukunftsfähig aufzustellen. In sieben industriellen oder produktionsnahen saarländischen KMU werden modellhafte Umsetzungen in den Handlungsfeldern virtuelle Führung, virtuelle Kollaboration, virtuelle Mobilität, virtuelle Produktion und virtuelles Coaching entwickelt, erprobt und in die Betriebspraxis überführt. Von der Bestandsaufnahme zur Konzeption bis hin zur Erprobung und Implementierung werden die betriebsindividuellen Virtualisierungsprojekte wissenschaftlich begleitet und unterstützt, um hieraus transferfähige Lösungen für die Region zu entwickeln.

Mit der arbeitswissenschaftlichen Expertise des Institutes für Sozialforschung und Sozialwirtschafts e.V. (iso) und der saarland.innovation&standort e.V. (saaris) sowie der technikzentrierten Digitalisierungsexpertise des AWS-Institut für digitale Produkte und Prozesse gGmbH (AWSi) und des Zentrum für Mechatronik und Automatisierungstechnik gGmbH (ZeMA) werden digitale Transformationsstrategien entwickelt, die Mensch und Maschine gleichermaßen beachten und für mittelständische Unternehmen der Region übertragbar sind. Die Koordinierung und Evaluierung des Projekts werden durch das iso-Institut geleistet.

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